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Förderstufe |
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Informationen zur Förderstufe
Nach vier Grundschuljahren bietet die MPS Breidenbach die Möglichkeit, in den Jahrgängen 5 und 6 die Förderstufe zu besuchen. Sie ist das Bindeglied zwischen der Grundschule und den weiterführenden Schulen des dreigliedrigen Schulsystems (Hauptschule, Realschule und Gymnasiums) Die Förderstufe ist eine selbstständige pädagogische Einheit. Ihre vielfältigen Aufgaben lassen sich unter drei Gesichtspunkten zusammenfassen: 1. Sie hebt die punktuelle Schullaufbahnentscheidung am Ende des 4. Grundschuljahres auf und verhindert die damit oft verbundene zu frühe Festlegung der Schüler auf bestimmte Bildungsgänge. Die Prognose über den weiteren Bildungsweg des Schülers ist nach der 6. Klasse besser abgesichert. 2. Sie geht auf die individuellen Lernvoraussetzungen der Schüler ein und fördert spezielle Begabungen und Neigungen. 3. Sie ermöglicht eine zweijährige Orientierung auf das schulische Angebot der Sekundarstufe. Dabei erhält der Schüler Gelegenheit, seine Fähigkeiten zu entwickeln, seine Lernmöglichkeiten zu überprüfen und abzugrenzen, sowie seine Interessen kennen zu lernen. Die Förderstufe der Mittelpunktschule Breidenbach bietet den Schülern aus den Orten des Perftales ein wohnortnahes Bildungsangebot. Weite Fahrstrecken zu auswärtigen Schulen und dadurch bedingter erhöhter Zeitaufwand, die Kinder dieser Altersstufe oft nicht unerheblich belasten, entfallen. Entsprechend der individuellen Fähigkeiten und Lernbereitschaft hat jeder Schüler die Möglichkeit, ,,vor Ort“ die Klassen 5 und 6 zu absolvieren. Zur Zeit besuchen ca. 120 Schüler unsere Förderstufe, die in den beiden Jahrgängen in jeweils 3 Klassen eingeteilt sind. Die Klassenfrequenzen bewegen sich zwischen 19 und 27. Die Förderstufe Breidenbach setzt in den Fächern Englisch und Mathematik eine äußere Differenzierung auf drei Anspruchsebenen, A-, B- und C-Kurse, um. Dies ermöglicht eine stärkere Berücksichtigung der individuellen Leistungsfähigkeit der Schüler in den Fächern Mathematik und Englisch. Der Kursunterricht beginnt nach einer Beobachtungszeit von 6 Monaten zu Beginn des 2. Halbjahres der Klasse 5. Im 1. Halbjahr findet der Englisch- und Mathematikunterricht noch im Klassenverband statt. Der Unterricht in den einzelnen Kursen ist so aufeinander abgestimmt, dass, falls erforderlich, ein Wechsel in einen Kurs mit anderem Anspruchsniveau jederzeit möglich ist. In den A-Kursen – den Kursen mit dem höchsten Anspruchsniveau - unterrichten Lehrkräfte des Gymnasiums „Lahntalschule“. Da in der Regel eine dieser Lehrkräfte die Übergänger in die Klasse 7 des Gymnasiums dort weiterhin unterrichtet, wird der Wechsel wesentlich erleichtert. Der Kernunterricht steht im Mittelpunkt der Förderstufenarbeit. Gemeinsames Arbeiten und Lernen in der gewohnten Lerngruppe, gemeinsame Erfahrungen und Erlebnisse fördern die geistig-seelische Entwicklung des Kindes und dienen der sozialen Integration. Da die Schüler dieser Altersstufe noch eine feste Bezugsperson benötigen und wünschen, erteilt der Klassenlehrer den größten Teil des Unterrichts. Auf diese Weise wird ein zu abrupter Übergang vom Klassenlehrersystem der Grundschule zum Fachlehrersystem der weiterführenden Schule vermieden. Durch den Einsatz möglichst weniger Fachlehrer wird das Klassenlehrerprinzip in der Förderstufe festgeschrieben. Durch Maßnahmen zur Binnendifferenzierung ist in den Kernfächern eine individuelle Förderung zu erreichen. Förderstunden in Englisch und Mathematik tragen dazu bei, in diesen Fächern Lerndefizite auszugleichen und somit eine drohende Abstufung zu vermeiden oder eine Umstufung in einen höheren Kurs vorzubereiten. Im Schuljahr 2001/02 wurde ein schuleigenes Konzept zum gezielten Methodentraining entwickelt. Die Umsetzung wurde mit dem Einstieg in das Kommunikationstraining begonnen. Mittlerweile ist das Methodentraining fester Bestandteil des Unterrichts in der Förderstufe. Die Schüler sollen selbstständig und im Team arbeiten können, mit allen Sinnen lernen und verschiedene Lernmethoden kennen gelernt haben. Durch bestimmte Lern- und Arbeitsformen, wie z.B. die Tages- und Wochenplanarbeit, das Lernen an Stationen und Aufgaben mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden wird die innere Differenzierung erleichtert und das selbstständige Lernen gefördert. |
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