Sekundarstufe  1

Infos zur H10

Hauptschulabschluss

Informationen zur Sekundarstufe 1

 

Nachdem die Schüler die Grundschule und Förderstufe besucht haben, kann ein Teil von ihnen an unserer Schule bleiben, um hier den Hauptschulabschluss bzw. einen qualifizierenden Hauptschulabschluss zu erwerben.
 

Nach Genehmigung durch das Schulamt Marburg-Biedenkopf  hat auch der Schulträger der Einrichtung eines 10. Schuljahres  zugestimmt. Somit ist es nun möglich an unserer Schule einen anerkannten Realschulabschluss zu erwerben.


Für den zukünftigen Jahrgang 7 sind insgesamt 30 SchülerInnen angemeldet, sodass wir zwei sehr kleine Klassen bilden können. Diese Klassen werden entsprechend den aktuellen landesweiten Entwicklungen nach einem verbundenen Haupt- und Realschulsystem unterrichtet. Entscheidend sind dabei Lernpläne, die individuell für die SchülerInnen je nach Leistungsfähigkeit entwickelt werden.

Die Bildung von zwei kleinen Klassen bildet außerdem die Möglichkeit in den Hauptfächern eine Aufteilung der Lerngruppen je nach Leistungsvermögen (E-Kurs = Realschulniveau, G-Kurs = Hauptschulniveau) vorzunehmen.

Über die weiteren Planungen im Vorfeld der Einrichtung der Klassen 7 werden wir Sie weiterhin informieren. 

Generell werden die Sekundarstufenschüler von einem kleinen Lehrerteam unterrichtet, der Klassenlehrer selbst deckt möglichst viele Fächer ab.

Hier sorgen wöchentlich verbindliche Koordinationssitzungen für die Absprache eines einheitlichen pädagogischen Handelns.

Im Nachmittagsangebot erhalten die Schüler/innen die Möglichkeit, neben Förderkursen und Hausaufgabenbetreuung sinnvolle Freizeitbeschäftigungen kennen zu lernen, so werden u.A. Arbeitsgruppen von Vertretern heimischer Vereine geleitet. 

Jugendliche mit Migrationshintergrund erhalten Sprachförder-Angebote.

Die Förderung berufpraktischer Fähigkeiten und sozialer Kompetenzen hat an unserer Schule einen sehr hohen Stellenwert, es wird eng mit außerschulischen Partnern zusammen gearbeitet.

Wir versuchen durch verstärkte Kooperation und Koordination mit Betrieben in unserem Unterricht einen

möglichst hohen Qualitätsstandard zu gewährleisten:

  • Vermittlung von grundlegenden, fachlichen Kompetenzen
  • Förderung von Lernkompetenzen und Schlüsselqualifikationen (schuleigenes Curriculum auf Basis des Ordners "Förderung von Lernkompetenzen und Schlüsselqualifikationen"
  • fachübergreifender und projektorientierter Unterricht
  • Schulsozialarbeit mit Kooperationspartnern (Projekttage, Klassenfindung, soziales Lernen, Erlebnispädagogik, Schulmediation)
  • schulinternes Lesecurriculum
  • Einsatz von Diagnoseverfahren in Mathematik und Deutsch
  • LRS-Förderung
  • Diagnose und Förderung von arbeitsweltbezogenen Lernkompetenzen und Schlüsselqualifikationen mit HAMET
  • Berufsorientierende Vorbereitung möglichst unter Einbeziehung aller Fächer

 

Arbeiten in den 'SchuB-Klassen' (S c h u l e  u n d B e t r i e b)

  • Persönlichkeitsentwicklung und Kompetenzzuwachs durch Lernen in der Schule und Lernen am Praxislernort Betrieb
  • SchuB-Klassen werden in den Jahrgangsstufen 8 und 9 eingerichtet
  • 3 Tage Unterricht in der Schule und 2 Arbeitstage im Betrieb
  • Unterricht für 15 Schüler mit Abschlussgefährdung
  • Lernen in 4 Betrieben während der 2 Jahre (ca. 160 Praxistage)
  • Arbeit an Praxisprojekten
  • Unterricht in Fächern/Fachverbünden (Mathematik, Deutsch, Englisch, Materie-Natur-Technik, Wirtschaft-Arbeit-Gesundheit,  Welt/Zeit-Gesellschaft-Religion/Ethik, Musik-Sport-Gestalten)
  • Sozialpädagogische Betreuung
  • Rückmeldegespräche mit Schülern
  • Erstellung von individuellen Förderplänen

Arbeiten in den 'Praxis-Klassen'

In einem Modellversuch werden Regelhauptschüler gemeinsam mit wenigen SchuB-Schülern in normaler Klassenstärke nach dem oben beschriebenen SchuB- Konzept unterrichtet.

Den Bausteinen unseres Sekundarstufenkonzeptes werden folgende Ziele übergeordnet:

  • Unterstützung in der Persönlichkeitsentwicklung
  • Kompetenzzuwachs (u. a. im Bereich Lesen und Sprache)
  • Einbeziehung förderdiagnostischer Aspekte
  • Vermittlung in Arbeits- und Ausbildungsverhältnisse
  • Erhöhung der Ausbildungsfähigkeit
  • Überweisung an weiterführende Schulen

Die Schüler sollen in ihrer Schulzeit auf den Beruf vorbereitet und in ihrer Berufswahlentscheidung unterstützt werden. Dies soll durch folgende Maßnahmen gewährleistet werden:

Kooperationsvereinbarungen mit heimischen Betrieben

  • Betriebserkundung in Jahrgang 7
  • 3 Betriebserkundungstage in Jahrgang 8 (10 verschiedene Betriebe stehen zur Auswahl)
  • 2 Betriebspraktika (jeweils 2 Wochen) in Jahrgang 8 mit Erstellung ausführlicher Dokumentationen
  • Einbeziehung der betrieblichen Praxis in den Unterricht
  • Bewerbungstrainings mit Personalchefs aus mittelständischen Unternehmen
  • Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit
  • Besuch des 'BIZ'
  • Besuch der Berufsbildungsmesse
  • 'Mentoring' - von der IHK vermittelte Berater und Lehrstellenlotsen
  • Durchführung der Projektprüfung als Teil der verbindlichen Hauptschulabschlussprüfung
  • Beratung und Hilfe auch nach Schulabgang
  • 'Perftalprojekt Breidenbach' in Klasse 9
  • Durchführung im 2. Halbjahr, Regelklasse 9
  • 'Schülerfirma' mit drei Abteilungen (Produktion: Herstellung/Fertigung eines Produktes; Verwaltung: Arbeitszeitberechnung, Einkauf, Verkauf, Werbung, Dokumentation; Kantine: Zubereitung eines 3-gängigen Mittagessens für alle Schüler und Lehrkräfte im Projekt

Mögliche Abschlüsse:

  • Hauptschulabschluss: Notendurchschnitt/Gesamtnote 4,4 und besser (einschließlich schriftlicher Abschlussarbeiten in Deutsch und Mathematik)
  • Qualifizierender Hauptschulabschluss: Notendurchschnitt/Gesamtnote 3,0 und besser (einschließlich schriftlicher Abschlussarbeiten in Deutsch, Mathematik und Englisch)
  • Realschulabschluss

Zusammensetzung der Gesamtnote:

  • alle Noten der Fächer ohne Prüfung aus dem 2. Halbjahr
  • die Noten der Fächer Deutsch, Mathematik und ggf. Englisch inklusive Abschlussarbeiten (die Noten des 2. Halbjahres zählen doppelt, die Abschlussarbeiten einfach)
  • die Endnote der Projektprüfung aus dem 1. Halbjahr